Weise Baumeister

Shownotes

Wie weise Baumeister den Kosmos in Stein übersetzten

Stell dir vor, du stehst im Schatten gewaltiger Kathedralen – und ahnst nicht, dass du von einem dreidimensionalen Code umgeben bist. In dieser Folge nehmen wir dich mit auf eine Reise durch die faszinierende Welt der geheimen Geometrien, inspiriert von Nigel Hiscocks bahnbrechendem Werk: "The Wise Master Builder". Wir fragen uns: Waren diese Bauwerke reine Meisterleistungen der Statik, oder steckt dahinter ein kosmischer Bauplan, der bis zu Pythagoras und Plato zurückreicht? Gemeinsam entschlüsseln wir, wie antikes Wissen und christliche Theologie verschmolzen und warum diese Geheimnisse bis heute für Staunen und Spekulation sorgen.

Das war eine weitere Folge von Zeitblicke – Geschichten, die Geschichte lebendig machen. Wenn dir diese Reise gefallen hat, folge dem Podcast für weitere Zeitreisen in vergangene Welten.

Diese Episode basiert auf dem Werk von Nigel Hiscock: The Wise Master Builder. Platonic Geometry in Plans of Medieval Abbeys and Cathedrals. Routledge 2018. (Paperback, Hardcover, E-Book) <https://www.amazon.de/Wise-Master-Builder-Platonic-Cathederals/dp/1138715816>

Weitere spannende Einblicke in die Gotik findest du in den Büchern von Sonja Ulrike Klug: <https://www.amazon.de/s?k=Sonja%20Ulrike%20Klug>

Transkript anzeigen

00:00:00: Stell dir mal vor, du stehst im Kirchenschiff von so einer gewaltigen mittelalterlichen Kathedrale.

00:00:08: Ein Wahnsinnsgefühl!

00:00:10: Total oder?

00:00:11: Dein Blick wandert nach oben an diesen massiven kühlen Steinsäulen entlang bis hoch zu den Spitzbögen.

00:00:18: Die sich dann irgendwo dort oben in der Dunkelheit verlieren?

00:00:21: Genau und das Licht fällt nur so ganz sperrlich durch diese bunten Glasfenster.

00:00:27: alles um dich herum wirkt einfach Unfassbar massiv, also tonnenschwer.

00:00:33: Aber gleichzeitig fast schon schwerelos!

00:00:36: Ja das ist dieses typische Paradoxon bei diesen Bauten.

00:00:39: Und wenn man da so steht denkt man instinktiv was für absolute Meister der Ingenieurskonstas gewesen sein müssen?

00:00:45: Absolut

00:00:46: Jeder Stein jeder Bogen jede einzelne Säule wurde hier genauso berechnet und platziert damit dieses massiver Steindach nicht einfach krachend in sich zusammen stürzt.

00:00:58: Absolut verständliche, moderne Brille durch die wir heute auf diese Gebäude schauen.

00:01:04: Wir sind halt Kinder des wissenschaftlichen Zeitalters.

00:01:07: Mhm!

00:01:08: Wir sehen quasi nur die Physik dahinter.

00:01:11: Richtig – wir sehen Schwerkraft, wir sehen Lastenverteilung... ...wir sehen Statik.

00:01:16: Wenn da eine Säule steht dann gehen wir einfach davon aus dass sie dort steht weil sie physisch ein Gewicht tragen muss.

00:01:21: Ja das ist beruhigend irgendwie.

00:01:25: Es ist eine sehr beruhigende sichtbare Form der rationalen Logik, genau.

00:01:29: Einfach pure handwerkliche Bauphysik!

00:01:32: Das Fundament muss stark sein die Wände dick genug sauber klar pragmatisch

00:01:36: Aber – und jetzt kommt das große aber Wenn man beginnt sich wirklich mal in diese Gedankenwelt des Mittelalters hinein zu versetzen fängt diese vermeintlich klare Baufysik an extrem vielschichtig zu werden.

00:01:50: Okay.

00:01:50: Hier stehen bei diesen Kirchenbauten nämlich vor einer philosophischen Landschaft, die weit über das Rhein-Physische hinausgeht.

00:01:57: Was genau meinst du damit?

00:01:59: Naja stell dir vor diese Maße also die Abstände zwischen den riesigen Säulen, die exakten Winkel der Bögen, die Gesamtlänge des Kirchenschiffs.

00:02:09: Was wäre wenn all das gar nicht in erster Linie für diese schnöde Statik gewählt wurde?

00:02:14: ...

00:02:15: sondern

00:02:16: Was, wenn diese steineren Riesen in Wahrheit ein kodiertes dreidimensionales Modell des gesamten Universums formen?

00:02:23: Wahnsinn!

00:02:24: Und genau da betreten wir heute einen fantastisches historisches Labyrinth.

00:02:30: Willkommen zu unserer neuen Tiefenanalyse.

00:02:32: Hallo

00:02:33: Wir nehmen uns heute nämlich ein unglaublich faszinierendes Quellenmaterial vor und zwar das Buch The Wise Master Builder Platonic Geometry In Plans of Medieval Abbies and Cathedrals von Nigel Hiscock

00:02:45: Ein wirklich bahnbrechendes Werk in dem Bereich?

00:02:48: Ja,

00:02:48: total.

00:02:49: Unsere Mission für heute ist eigentlich simpel aber die Antwort ist es definitiv nicht.

00:02:54: Wir wollen nämlich herausfinden, ob diese majestätischen Abteien und Kathedralen des Mittelalters einfach nur nach praktisch bewährten Handwerksregeln errichtet wurden.

00:03:05: Oder eben nicht!

00:03:05: Genau.

00:03:06: oder ob in ihren detaillierten Grundrissen ein geheimer göttlicher Code steckt also dieser heilige Geometrie die auf antike Philosophen wie Pythagoras und Plato zurückgeht.

00:03:18: Und um überhaupt zu verstehen, warum Historiker und Architekturforscher heute so leidenschaftlich nach einem solchen Code suchen müssen wir uns erst ansehen wie auf mittelalterlichen Baustellen eigentlich gearbeitet wurde.

00:03:30: Okay

00:03:31: lass uns das mal aufschlüsseln!

00:03:33: Wie sah das aus?

00:03:34: Es gibt in der Forschung im Grunde zwei Lager.

00:03:37: Das eine Lager sagt halt Architek Tour war damals reine Praxis.

00:03:42: Die mittelalterlichen Baumeister nutzten eine sehr simple handfeste Geometrie, um Proportionen auf der Baustelle zu erzeugen.

00:03:51: Also wirklich nur pragmatisch, um das Ding hochzuziehen?

00:03:54: Genau!

00:03:55: Ein klassisches Beispiel dafür ist das Verhältnis von eins zur Quadratwürzel aus zwei.

00:04:00: Warte da muss ich direkt mal einhaken.

00:04:02: QuadratWürzel Aus Zwei Das klingt für mich nach Taschenrechner und Abiturmatte.

00:04:08: Wie genau sieht so ein Verhältnis auf einer schlammigen Baustelle im elften Jahrhundert ohne Taschenrechner in der Praxis aus?

00:04:14: Das ist das Geniale daran.

00:04:16: Du brauchst keine Zahlen, du brauchst nur einen Seil und zwei Holzpflöcke.

00:04:21: Okay.

00:04:21: Stell

00:04:21: dir vor, du bist der Baumeister!

00:04:23: Du schlägst ein Flock in den Boden, bindest ein Seil daran und ziehst mit dem anderen Flock einen perfekten Kreis in den Dreck.

00:04:31: In diesem Kreis reichnest du ein Quadrat.

00:04:34: Die Länge einer Seite dieses Quadrats nennen wir jetzt einfach mal eins.

00:04:38: Verstehe.

00:04:39: Wenn du jetzt dein Seil nimmst und es von einer Ecke des Quadrats diagonal zur gegenüberliegenden Ecke spannt...

00:04:47: Ah, dann habe ich die Diagonale!

00:04:49: Richtig.

00:04:50: Und die Länge dieser Diagonal ist automatisch die Wurzel aus zwei?

00:04:54: Ach krass, ich verstehe.

00:04:56: Die Geometrie löst dieses mathematische Problem quasi ganz von alleine.

00:05:00: Ganz genau Diese Diagonale nimmst du dann als neue Seitenlänge für das nächste größere Quadrat.

00:05:07: Man nennt diese Technik die Quadratur, also Quadrate, die ineinander rotiert und vergrößert werden.

00:05:14: Das ist pure handwerkliche Effizienz!

00:05:16: Ist es?

00:05:17: Man brauchte nur einen Zirkel ein Seil-und ein Winkelmaß um aus einem winzigen Grundmaß eine gigantische Kathedrale wachsen zu lassen bei der alle Räume proportional perfekt zueinander passen.

00:05:30: Und für dieses erste Lager in der Forschung war die Geometrie also wirklich nur ein reines pragmatisches Mittel zum Zweck, oder?

00:05:37: Exakt.

00:05:39: Das leuchtet mir absolut ein!

00:05:41: Um das mal in eine moderne Analogie zu packen... ...das ist ja so als würde man einen Gebäude streng nach den heutigen Dien-Norm bauen.

00:05:48: Ja, schöner Vergleich.

00:05:49: Alles ist auf maximale Effizienzstabilität und einfache Konstruktion ausgelegt.

00:05:55: Es funktioniert einfach.

00:05:57: Aber dann gibt es ja dieses zweite Lager.

00:05:59: zudem auch unser Autor Nigel Hiscock gehört.

00:06:02: Genau!

00:06:02: Und die schütteln den Kopf und sagen, Moment mal es geht bei diesen Kirchen eben nicht um mittelalterliche Dien-Normen.

00:06:09: Es geht hier – und ich nutze das Wort jetzt mal ganz vorsichtig – um eine Art geistiges Feng Shui.

00:06:15: Ein interessanter Vergleich wobei wir hier natürlich nicht von Energieströmen sprechen sondern von universeller mathematischer Wahrheit.

00:06:22: Richtig Aber die Grundidee ist ja ähnlich oder?

00:06:26: Es ist ein Haus, das nach tiefen philosophischen Prinzipien errichtet wird bei dem jeder Winkel jede Form ein spirituelles Gleichgewicht spiegeln soll.

00:06:36: Ja so kann man das sagen!

00:06:38: Hiscock argumentiert in seinem Buch das spezielle platonische Geometrie also perfekte Quadrate gleichseitige Dreiecke und regelmäßige Fünfecke –

00:06:48: sogenannte Pentagone?

00:06:50: Genau dass die ganz bewusst von den Baumeistern gewählt wurden Nicht weil sie leicht zu bauen waren, sondern um theologische Überzeugungen buchsterblich in Steinzumeißeln.

00:07:00: Wahnsinn!

00:07:01: Und wie belegt Hiskock das?

00:07:02: Also dass diese komplexeren Formen wirklich genutzt wurden?

00:07:06: Er zieht dafür historische Dokumente heran.

00:07:08: Eines der wichtigsten ist der berühmte Sankt Galla Klosterplan.

00:07:12: Stimmt den haben wir am Anfang ganz kurz erwähnt.

00:07:14: was genau ist das für ein Plan?

00:07:16: ich stelle mir da so eine Art mittelalterliches Architektenpapier vor.

00:07:21: Es ist noch viel beeindruckender als das.

00:07:24: Der St.

00:07:24: Galler Klosterplan stammt aus dem frühen neunten Jahrhundert, es ist ein riesiges Stück Pergament zusammengenäht aus

00:07:32: fünf Kalbscheute.

00:07:35: Darauf ist mit roter Tinte der ideale Grundriss für eine gigantische Klosteranlage gezeichnet.

00:07:41: Wenn du da als Laie drauf guckst, siehst du erst mal nur ein ordentliches Raster.

00:07:44: Also sehr quadratisch?

00:07:46: Ja!

00:07:46: Da sind die Betten der Mönche eingezeichnet – die Kirche, der Garten und sogar die Stelle für die Tiere.

00:07:52: Es sieht auf den ersten Blick aus wie ein sehr pragmatischer Stadtplan.

00:07:55: Ein Raster klingt ja dann erstmal wieder nach unserem Erstenlager?

00:07:58: oder praktisch-äckig logisch.

00:08:00: Auf den ersten Blick ja….

00:08:01: Aber Hiscock hat diesen Plan wirklich minutiös analysiert.

00:08:05: Er hat festgestellt, dass dieses simple Raster nur die halbe Wahrheit ist.

00:08:09: Okay und was ist die andere Hälfte?

00:08:11: Wenn man beginnt gleichseitige Dreiecke über den Plan der Hauptkirche zu legen passiert etwas Erstaunliches.

00:08:18: Was denn?

00:08:19: Die Spitzen dieser unsichtbaren Dreiecke markieren?

00:08:22: exakt die wichtigsten Punkte im Gebäude, zum Beispiel genau den Punkt an dem der Hauptaltar steht.

00:08:28: Echt jetzt?

00:08:29: Ja!

00:08:30: Oder exakt eine Position der wichtigsten Portale.

00:08:33: Diese Dreiecken sind wie ein unsichtbares geometrisches Skelett das den ganzen Bau diktiert.

00:08:39: und ganz ehrlich – Das macht man nicht aus Versehen.

00:08:43: Lass mich das kurz sortieren.

00:08:45: Wenn ein Baumeister da auf einer leeren Wiese steht und sich entscheidet seinen Altar, nicht einfach nach praktischem Ermessen in die Mitte zu stellen sondern extra einen komplexes gleichseitiges Dreieck mit Seilen abzustecken nur um den perfekten Punkt zu finden...

00:08:59: Dann muss dieses Dreiecks für ihn eine unglaubliche Bedeutung haben!

00:09:03: Aber woher kommt diese Obsession mit drei Ecken und fünf Ecken überhaupt?

00:09:07: Um diesen Ursprung zu finden, müssen wir eine weite Reise in die Vergangenheit antreten.

00:09:12: Weit vor das christliche Mittelalter direkt in das antike Griechenland.

00:09:16: Zu den Philosophen?

00:09:17: Genau!

00:09:18: Zu Pythagoras und später zu Plato.

00:09:21: Ah, Pythakoras.

00:09:22: Den kenne ich noch aus der Schule... A² plus B² gleich C².

00:09:27: Die alten Griechen und ihre Dreiecke,

00:09:28: ne?

00:09:29: Ja genau der!

00:09:30: Aber für die Pythagoria war Mathematik eben keine reine Schulübung.

00:09:34: Für sie bestand das gesamte Universum buchstäblich aus Zahlen.

00:09:38: Wie meinst du das

00:09:39: Buchstäbliche?!

00:09:40: Zahlen waren für Sie nicht einfach nur Werkzeuge um Schafe zu zählen.

00:09:44: Zahlen hatten einen Charakter – eine Seele wenn man so will.

00:09:47: Okay...

00:09:48: Die Eins war der Geist, die absolute Einheit.

00:09:51: Die zwei repräsentierte die Spaltung, die Meinung oft auch das Weibliche.

00:09:57: Das

00:10:02: heißt, eine Zahl war für die nicht nur ein Symbol auf einem Blatt Papier sondern eine echte physische Realität.

00:10:08: Absolut!

00:10:09: Die Pythagorea legten oft einfach Kieselsteine in den Sand um Zahlenmuster zu bilden und dabei entdecken sie etwas Magisches das unsere Architekturfrage direkt berührt.

00:10:19: Und was war das?

00:10:20: Sie entdeckten die musikalischen Harmonien.

00:10:22: Musik

00:10:23: Ja wenn du eine Lyra Seite nimmst und sie genau in der Mitte teilst also im Verhältnis eins zu zwei dann klingt der Ton Und wenn du sie im Verhältnis zwei zu drei teilst, hast Du eine Quinte.

00:10:36: Die Harmonie des Klangs war also direkt und unsertrennlich an mathematische Proportionen gebunden – die Welt klang gut weil sie mathematisch perfekt war!

00:10:45: Und wie übersetzt sich diese Musik jetzt in ein Gebäude?

00:10:48: Kann man Architektur buchstäblich stimmen wie eine Gitarre?

00:10:51: Ja genau das ist die Idee.

00:10:52: Das

00:10:52: ist ja verrückt.

00:10:53: Nehmen

00:10:53: wir an…Du baust das Hauptschiff einer Kirche Wenn du die Breite des Raumes im Verhältnis zu seiner Höhe, im Maß von zwei zu drei anlegst... ...dann baust du den Raum in der Proportion einer musikalischen Quinte.

00:11:07: Du stehst dann als Mensch physisch im Inneren eines harmonischen Akkords.

00:11:12: Wow!

00:11:12: Der Raum klingt für das Auge harmonisch weil er exakt denselben mathematischen Gesetzen folgt wie die Musik.

00:11:19: Das ist Wahnsinn!

00:11:20: Du läufst also durch eine Kirche und bist eigentlich das Publikum für eine Stummysinfonie aus Stein.

00:11:25: Das ist ein wunderschönes Bild

00:11:27: Finde ich auch.

00:11:28: Aber du hast vorhin neben Pythagoras auch Platon erwähnt, wo kommt der hier ins

00:11:32: Spiel?

00:11:33: Was hier faszinierend ist, dass Plato diese pythagoräischen Ideen in seinem Text Timaeus quasi auf die absolute Spitze getrieben hat.

00:11:40: Inwiefern?

00:11:41: Er

00:11:42: verknüpfte Geometrie mit den fundamentalen Bausteinen der Realität.

00:11:47: Er nahm die regelmäßigen dreidimensionalen geometrischen Körper und ordnete sie den vier Elementen zu.

00:11:53: Also Feuer-, Erde-, Luft- und Wasser.

00:11:55: Richtig.

00:11:56: Das Feuer war für ihn ein Tetraeder, also eine spitze Pyramide aus Dreiecken.

00:12:02: Die Erde war der Kubus – unser stabiles Quadrat?

00:12:05: Mhm!

00:12:06: Die Luft war das Oktaheder und das Wasser das Icosaheder.

00:12:10: Alle bestanden in ihrer Grundstruktur aus diesen Dreieckern.

00:12:14: Ah, Dreiecke und Quadrate… Das sind ja genau die Formen, die wir vorhin beim Sankt Galaplan besprochen

00:12:20: haben.

00:12:21: Ganz genau.

00:12:22: Aber Plato hatte noch einen fünften Körper in seinem System, das sogenannte Dodecaeda.

00:12:28: Was ist das genau?

00:12:29: Das ist ein komplexer fast kugelförmiger Körper der aus zwölf regelmäßigen Fünfecken besteht den Pentagonen und dieses Dodecada ordnete er nicht einem einzelnen Element zu sondern dem gesamten allumfassenden Universum.

00:12:46: Okay warte hier muss ich jetzt aber wirklich mal reingretchen weil ich da etwas grundlegendes nicht verstehe.

00:12:51: Das ist ja alles unfassbar faszinierend, aber wir reden hier doch von klassischer heidnischer Philosophie.

00:12:56: Ja!

00:12:57: Die Pythagorea glaubten an Seelenwanderung.

00:12:59: Plato lebte in einem vorchristlichen Athen das an Zeus und Apollo glaubte.

00:13:04: Wie um alles in der Welt konnten diese reinheidnischen antiken Ideen in einer streng christlichen mittelalterlichen Welt überhaupt überleben?

00:13:13: Ich dachte immer heidnische Texte waren im Mittelalter strengstens verboten und die Kirche hätte all dieses antike Wissen quasi verbrannt.

00:13:20: Das ist ein sehr verbreiteter Mythos, aber die historische Realität sieht wirklich ganz anders aus!

00:13:27: Die Antwort auf deine Frage ist die sogenannte christliche Assimilation.

00:13:31: Antikes Wissen wurde von der frühen Kirche eben nicht einfach vernichtet es wurde viel mehr

00:13:37: umgedeutet.

00:13:38: Ja man könnte sagen Es wurde getauft.

00:13:41: Diese Strömung nennen wir heute den christlichen Platonismus.

00:13:44: Das musst du mir genauer erklären, wie taucht man denn bitte einen heidnischen Geometrietext?

00:13:49: Das begann schon sehr früh – etwa im zweiten und dritten Jahrhundert in Alexandria.

00:13:54: Das war damals so ein gigantischer intellektueller Schmelztiegel.

00:13:59: Und dort saßen Kirchenväter wie Clemens von Alexandria oder sein Schüler Origenis Und die lasen Plato und dachten sich eben nicht, oh das ist böses Heidentum.

00:14:08: Sondern?

00:14:09: Sondern sie dachten dieser Plato is so genial der muss einfach die Wahrheit gekannt haben.

00:14:14: Clemens argumentierte allen Ernstes dass Plato heimlich nach Ägypten gereist sein muss um dort von Moses und den Propheten zu lernen.

00:14:22: Ach!

00:14:22: Das ist ja praktisch

00:14:24: Ja?

00:14:24: oder?

00:14:25: für diese Kirchenväter gab es keinen Widerspruch zwischen Platos Mathematik und der Bibel.

00:14:32: Beides beschrieb für sie dieselbe göttliche Schöpfung.

00:14:35: Und hier wird es wirklich interessant!

00:14:38: Das ist ja, als würde man einem Sportwagen einen komplett neuen Motor einbauen.

00:14:43: Wie meinst du das?

00:14:44: Naja, stell dir vor – Du hast einen alten lauten Ferrari.

00:14:48: Das ist diese heidnische Mathematik von Plateau.

00:14:51: Okay...

00:14:52: und die Kirchenväter nehmen diesen grandiosen leistungsstarken Motor aus dem Ferrari heraus, bauen ihn in einen großen sicheren Familienwern ein.

00:15:02: Also das ist die christliche Theologie.

00:15:04: und lackieren das Ganze neu.

00:15:06: Ah,

00:15:07: ich verstehe!

00:15:08: Die mechanischen Bauteile also die Zahnräder- und Zylinder machen exakt dasselbe wie vorher aber das Auto fährt jetzt unter einem völlig neuen Logo und in eine ganz andere Richtung.

00:15:19: Das

00:15:20: ist eine hervorragende Analogie.

00:15:22: Die Zahlen behielten ihre mathematische und strukturierende Kraft, aber sie bekamen ein völlig neues theologisches Etikett aufgeklebt.

00:15:32: Erinnerst du dich an die Zahl drei, die bei den alten Griechen für das männliche und das ganze stand?

00:15:38: Ja,

00:15:38: Anfang-Mitte-Ende.

00:15:39: Genau!

00:15:40: Im christlichen Platonismus wurde diese drei nahtlos zur heiligen Dreifaltigkeit.

00:15:46: Vater, Sohn und Heiliger Geist?

00:15:48: Exakt.

00:15:49: Und die Zahl Vier – Die bei Plato für die Erde und die feste Materie stand, passte phänomenal zu den vier Himmelsrichtungen, den vier Jahreszeiten und vor allem zu den Vier-Effangelisten der Bibel.

00:16:01: Stimmt!

00:16:02: Und die Zahl zehn, die für Pythagoras diese absolute magische Perfektion darstellte, blieb auch für die Christen die Perfektion aber jetzt eben repräsentiert durch die Zehn Gebote.

00:16:12: Das

00:16:13: ist echt ein genialer PR Schachzug der Frühenkirche gewesen!

00:16:17: Auf jeden Fall!

00:16:18: Das

00:16:18: bedeutet also – Für einen belesenen Münch im Mittelalter war die Geometrie keine verbotene Magie.

00:16:24: Es war schlichtweg das Werkzeug Gottes.

00:16:26: Genauso haben Sie es gesehen

00:16:28: Wenn Gott das Universum erschaffen hat Und Plato bewiesen hat, dass Geometrie die Sprache des Universums ist.

00:16:34: Dann isst Geometri quasi zwingend die Sprachegottes!

00:16:38: Und es gibt unglaublich beeindruckende mittelalterliche Manuskripte, die genau das zeigen.

00:16:43: Da siehst du Illustrationen von Gott aber er wird nicht einfach als alter Mann auf einer Wolke dargestellt.

00:16:48: Wie dann?

00:16:49: Gott wird als Architekt gezeichnet.

00:16:51: Echt?!

00:16:52: Ja, er kniet über der formlosen dunklen Leere des Kosmos und hält einen riesigen goldenen Zinkel in der Hand.

00:16:59: Mit dem er die Bahnen der Sterne und die Form der Erde abmisst.

00:17:02: Für das mittelalterliche Denken war Gott der weise Baumeister.

00:17:06: Puh!

00:17:08: Aber von der philosophischen Theorie jetzt mal wieder zurück auf den schlammigen Boden der Realität?

00:17:13: Okay.

00:17:15: Theologie in Manuskripten ist ja das eine.

00:17:18: Aber wer waren denn die Menschen, die Platos abstrakte fünf Ecke und diese göttlichen drei Ecke buchstäblich in Tonnen von Stein verwandelt haben?

00:17:27: Mhm.

00:17:28: Gute Frage!

00:17:29: Weil ein normaler Steinmetz der damit einem Hammer auf einen Block einschlägt wird ja wohl kaum abends beim Bier über den Timayous diskutiert haben oder?

00:17:37: Da hast du völlig recht.

00:17:38: das hat er natürlich nicht.

00:17:40: Der einfache Steinmetze wusste nicht warum er den Block in einem bestimmten Winkel behauen musste.

00:17:45: Er bekam einfach nur die Maße.

00:17:47: Okay, und von wem?

00:17:49: Das wirft eine wichtige Frage auf.

00:17:51: Die geistigen Architekten hinter diesen Kathedralen finden wir wenn wir ins zehnte-und elfte Jahrhundert schauen.

00:17:58: Ah!

00:17:59: Das war die Zeit der ottonischen Dynastie.

00:18:02: oft stellen wir uns das frühe Mittelalterjahr als sehr dunkelschmutzig und ungebildet vor.

00:18:07: Ja, dass ist so das Klischee.

00:18:09: ne

00:18:09: Genau, aber in dieser Zeit gab es eine massive Wiederbelebung der Bildung und eine gigantische klösterliche Erneuerung.

00:18:18: Die Köpfe hinter den großen Bauprojekten waren eben nicht einfache Handwerker – Es war die absolute intellektuelle und politische Elite der damaligen Welt.

00:18:27: Welche Figuren tauchen in Hiscox-Quellen da konkret auf?

00:18:30: Hast du da Namen?

00:18:32: Ganz zentrale historische Akteure sind Männer wie Wilhelm von Dijon auch William of Volcano genannt oder Gerbett von Auriliac.

00:18:41: Das waren keine isolierten Mönche, die nur in ihrer Zelle gebetet haben.

00:18:46: Gerbette von Aurilliak zum Beispiel war ein brillanter Mathematiker und Astronom

00:18:51: Ein Mönch der Astronomen?

00:18:52: Ja!

00:18:53: Er brachte die arabischen Ziffern nach Europa erbaute komplexe mechanische Modelle der Sternenbahnen Und später wurde er sogar Papst Silvester II.

00:19:03: Wahnsinn

00:19:03: Diese Männer unterrichteten an den Kloster-Schulen das sogenannte Quadrivium

00:19:08: Warte, Quadrivium.

00:19:09: Das sind die siebenfreien Künste oder?

00:19:11: Zumindest ein Teil davon!

00:19:13: Richtig es sind die vier höheren der sieben freien Künste.

00:19:17: Nämlich Arithmetik, Geometrie Musik und Astronomie.

00:19:22: Lass mich raten.

00:19:23: Musik und Astronomie um das Dach einer Kirche zu bauen.

00:19:27: Das klingt auf den ersten Blick erst mal absurd.

00:19:30: Auf den ersten Blick ja Aber im Verständnis des Quadriviums gehörte all das eng zusammen.

00:19:36: Inwiefern?

00:19:37: Musik war für sie nichts anderes als Geometrie, die sich in der Zeit abspielt.

00:19:42: Und Astronomie war Geometri, die dich im Raum bewegt – alles war Zahl!

00:19:47: Ah das schließt den Kreis zu Pythagoras?

00:19:49: Genau und Männer wie Wilhelm von Dijon waren Meister in diesem Quadrivium.

00:19:55: Gleichzeitig waren sie einflussreiche Epte, die riesige Klosternetzwerke leiteten.

00:20:00: Und dass ist jetzt der Schlüssel.

00:20:02: Sie waren selbst Bauherren.

00:20:04: Wilhelm von Dijon reformierte unzählige Klöster und entwarf deren Neubauten wie zum Beispiel die Abtei Saint-Bénin in Dijan.

00:20:12: Das heißt, es gab damals gar keine Trennung zwischen dem intellektuellen Theologen und dem Architekten?

00:20:18: Nein überhaupt nicht!

00:20:19: Das Wissenfloss quasi direkt von der Klosterbibliothek hinunter auf die Baustelle.

00:20:23: Der Abt sagte dem Steinmetz genau wo er sein Seil spannen musste um das Platonische Dreieck zu konstruieren, auch wenn der Steinmetz selbst keine Ahnung hatte was er da tat.

00:20:33: Exakt so lief das ab!

00:20:34: Aber wenn dieses geometrische Wissen so zentral, so heilig und so allgegenwärtig in dieser klösterlichen Elite war?

00:20:43: Warum ist es heute eine riesige Debatte in der Forschung?

00:20:46: Ja, das ist der Punkt.

00:20:48: Warum gibt es dann keine dicken mittelalterlichen Handbücher, in denen groß und deutlich steht hier lieber Bauherr ist die theologische Anleitung, wie du ein platonisches Fünfeck in deinen Kirchenbau integrierst um das Universum abzubilden.

00:21:03: Das ist vielleicht das Allerspannendste an Hiscox-Ganzerforschung!

00:21:07: Die Antwort liegt nämlich in einem Konzept dass für uns in der heutigen hypertransparenten Informationsgesellschaft extrem schwer zu greifen ist.

00:21:15: Und das wäre?

00:21:16: Es geht um absolute kompromisslöse Geheimhaltung.

00:21:19: Geheimhaltung vor wem?

00:21:21: Vor fast jedem.

00:21:23: Clemens von Alexandria zitierte oft sehr eindringlich das Matthäus-Evangelium.

00:21:27: Werft eure Perlen nicht den Schweinen vor!

00:21:30: Okay, das ist deutlich...

00:21:32: Also die tiefe göttliche Wahrheit durfte unter keinen Umständen dem einfachen ungebildeten Volk zugänglich gemacht werden.

00:21:40: Aber warum denn nicht?

00:21:41: Was dachten sie?

00:21:42: was passiert wenn ein einfacher Bauer lernt was ein Dodikaeder is'?

00:21:46: Sie glaubten ernsthaft, dass die heilige Wahrheit ihre spirituelle Kraft verliert.

00:21:51: Entweit oder gefährlich missverstanden wird wenn sie jedem zugänglich ist.

00:21:56: Verstehe!

00:21:57: Varis Wissen erfordert für sie geistige Vorbereitung.

00:22:00: Wenn du die Mysterien Gottes jemandem gibst der nicht spirituell rein und philosophisch geschult ist dann ist das als würdest Du einem Kleinkind eine geladene Waffe in die Hand drücken.

00:22:11: Krasser Vergleich Ja

00:22:12: Sie dachten, es führt zu Chaos, Heresie und Zerstörung.

00:22:16: Das ist unglaublich elitär!

00:22:19: Die Architektur selbst wurde als eine Art riesiger steinander Filter benutzt.

00:22:24: Ganz genau.

00:22:26: Wenn ein einfacher Bauer oder auch ein ungebildeter Ritter am Sonntag in die Kathedrale kam, sah er einfach nur einen wunderschönen überwältigen des Gebäude.

00:22:35: Der Raum war riesig – das licht vielmeistetisch herein der Gesang halte von den Wänden.

00:22:41: Es flößte ihm eher Furcht und Respekt vor der Macht Gottes ein.

00:22:45: Das war die funktionale oberflächliche Ebene, das Gebäude hat seinen Zweck für das einfache Volk voll erfüllt Aber

00:22:51: für den Eingeweihten war es eine völlig andere Erfahrung

00:22:54: Richtig!

00:22:55: Für den Gelehrten, für den Mönch, der das Quadrivium studiert hatte War dasselbe Gebäuder ein offenes Buch.

00:23:02: Er konnte den Code lesen.

00:23:03: Ja

00:23:04: Wenn er durch den Raumschritt nahm er wahr, wie sich die Breite des Schiffs im Verhältnis zwei zu drei zur Höhe verhielt.

00:23:12: Er sah das der Altar genau an der Spitze eines unsichtbaren Dreiecks stand.

00:23:16: Wow!

00:23:17: Er kannte – wie Quadrate, gleichzeitige Dreiecke und Fünfecke – sich zu einem perfekten Abbild des platonischen Kosmos zusammenfügten.

00:23:27: Die wahre göttliche Bedeutung war also direkt vor aller Augen verborgen, verbaut in tausenden Tonnen Stein.

00:23:34: Also….

00:23:36: Was bedeutet das alles, wenn ich das jetzt mal auf uns heute übertrage?

00:23:40: Wenn du da draußen als Tourist oder einfach nur als jemand der Architektur mag durch das massive Eingangsportal einer dieser alten Kathedralen trittst.

00:23:50: Dann spazierst du buchstäblich durch ein gigantisches steinernes Geheimnis!

00:23:55: Das stimmt.

00:23:56: Du bist umgeben von einem dreidimensionalen Code.

00:24:00: Einem Code, der ganz bewusst so entworfen wurde dass du ihn nur entschlüsseln kannst, wenn du in diese philosophischen Prinzipien der göttlichen Geometrie eingeweiht bist.

00:24:09: Jeder Bogen über dir, jede Weite zwischen den Säulen – die Position jedes Fensters spricht zu dir!

00:24:15: Aber sie sprechen eben in einer mathematischen Sprache, die für die meisten von uns heute komplett verstummt ist.

00:24:22: Wenn wir das jetzt mit dem großen Ganzen verbinden zeigt uns Heißcocks Arbeit auf wunderbare Weise dass die mittelalterlichen Baumeister eben nicht einfach nur pragmatisch Steine aufeinander geschichtet haben damit es drinnen nicht reinregnet.

00:24:34: Nein definitiv nicht!

00:24:36: Sie

00:24:36: wurden von einem zutiefst christlich-platonischen Glauben angetrieben.

00:24:40: Was sie taten, war der Versuch den Makrocosmus – also die gewaltige göttliche Ordnung des gesamten Universums im Mikrokosmos das Gebäudes nachzubauen.

00:24:51: Sehr Sie entfaltete Wissen seine größte Kraft erst dann wenn man scheinbar unzusammenhängende Disziplin zusammen führt!

00:24:58: In diesen Mauern verschmelzen christliche Theologie antike abstrakte Mathematik und schwerste physische Architektur zu einer untrennbaren harmonischen Einheit.

00:25:08: Es erinnert uns wirklich daran, dass es in der Geschichte fast nie nur die eine rein technische oder pragmatische Erklärung gibt.

00:25:15: Nein!

00:25:16: Die gibt es selten.

00:25:16: Es

00:25:17: gibt immer eine Ebene darunter.

00:25:19: und genau das bringt mich noch zu einem allerletzten Gedanken für unsere Erkundung heute etwas worüber du da draußen vielleicht auf dem Weg zur Arbeit oder beim Abwasch noch ein bisschen weiter grübeln

00:25:28: kannst Da bin ich gespannt.

00:25:29: Etwas, was sich direkt aus dieser ganzen Geometrie und vor allem der Geheimhaltung ergibt.

00:25:34: Wir haben ja intensiv über diesen elitären Zwang der Kirchenväter gesprochen, die Perle nicht den Schweinen vorzuwerfen.

00:25:41: Die Weigerung – die wahre Bedeutung der Formen in klaren Handbüchern aufzuschreiben!

00:25:50: Aber was wenn diese elitäre Geheimhaltung letztendlich spektakulär nach hinten losging?

00:25:55: Inwiefern?

00:25:56: Weil die weisen Baumeister sich weigerten, ihre göttlichen geometrischen Regeln wie etwa die genaue theologische Bedeutung des Fünf-Ex also des Pentagramms offen für die Nachwelt zu dokumentieren ging der gesamte intellektuelle Kontext im laufiger Jahrhunderte ja irgendwie verloren.

00:26:14: Ja die Mönche starben die Tradition riss ab

00:26:16: aber die steinernen Formen blieben stehen

00:26:19: das architektonisches Skelett überlebte aber der Schlüssel dazu verschwand.

00:26:23: richtig.

00:26:24: Hat vielleicht genau diese ja fast schon arrogante Geheimhaltung dazu geführt, dass ein Symbol wie das Pentagramm später so extrem missverstanden wurde?

00:26:33: Oh!

00:26:33: Das ist eine sehr spannende Gedanke.

00:26:35: Oder für Pythagoras und Plato war das Fünfeck das absolute rationale Symbol für das Universum – Für vollkommene mathematische Gesundheit und Ordnung

00:26:46: Und die Kirche nutzte es um Gott als Baumeister zu ernen.

00:26:50: Exakt Aber Jahrhunderte später sahen die einfachen Menschen dieses Zeichen an Kirchenwänden oder in alten Büchern.

00:26:58: Sie kannten die Mathematik dahinter aber nicht mehr, weil sie ihn ja nie beigebracht wurde.

00:27:08: Und so verwandelte sich Platos Perfektes Universum in den Köpfen der Menschen ein dunkles abergläubisches Zauberzeichen – ein okkultes Symbol für Hexen und Magie!

00:27:20: Es

00:27:21: ist fast schon ein tragischer historischer Beweis dafür, dass extrem zurückgehaltenes elitäres Wissen nur allzu leicht zu Abergläuben mutiert sobald die eingeweihten den Raum verlassen.

00:27:33: Ein sehr starker Gedanke zum Schluss!

00:27:35: Wir

00:27:35: danken dir das du dich heute mit uns tief in dieses steinerne Labyrinth gewagt hast.

00:27:40: Wenn Du das nächste Mal durch das kühle Kirchenschiff einer alten Abtei spazierst achte einfach mal ganz genau auf die Linien Die Abstände und die Geometrie um Dich herum.

00:27:50: Vielleicht spürst du ja die Schwerkraft oder vielleicht entdeckst du das Universum darin.

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